Webanalyse / Datenerfassung

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Gesundheit für alle: Offen. Transparent. Demokratisch.

Eine offene Gesellschaft, wissenschaftliche Fundierung und die Möglichkeit, das eigene Lebensumfeld mitzugestalten, sind die Grundlage erfolgreicher Gesundheitsförderung. Deshalb setzt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit der Initiative „Gesundheit für alle: Offen. Transparent. Demokratisch.“ ein sichtbares Zeichen für eine Gesundheitsförderung, die auf demokratischen Werten, wissenschaftlicher Evidenz und gesellschaftlichem Zusammenhalt basiert.

Mit dieser Initiative machen wir deutlich, wofür wir stehen: für eine Gesundheitsförderung, die für alle zugänglich ist und der gesamten Bevölkerung zugutekommt. Gleichzeitig möchten wir den Dialog fördern, Orientierung geben und zeigen, dass Demokratie und Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind.

 

Warum diese Initiative?

Gesundheit entsteht nicht allein durch medizinische Versorgung oder individuelles Verhalten. Sie wird wesentlich durch die gesellschaftlichen Bedingungen geprägt, unter denen Menschen leben, arbeiten und sich beteiligen können. Demokratische Werte wie Chancengleichheit, Teilhabe und Respekt sind deshalb zentrale Voraussetzungen für erfolgreiche Gesundheitsförderung und Prävention sowie für die Verringerung sozialer Ungleichheit.

Doch diese Grundlagen geraten zunehmend unter Druck. Gesellschaftliche Polarisierung, Desinformation und demokratiefeindliche Entwicklungen beeinflussen auch den Bereich der öffentlichen Gesundheit. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden infrage gestellt, Fachkräfte erleben Anfeindungen und demokratische Grundwerte geraten zunehmend unter Rechtfertigungsdruck.

Mit der Initiative „Gesundheit für alle: Offen. Transparent. Demokratisch.“ setzt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bewusst einen positiven Gegenakzent. Wir möchten sichtbar machen, dass Demokratie keine abstrakte Idee ist, sondern täglich gelebt wird: in der wissenschaftlichen Arbeit, in der Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern und überall dort, wo Menschen gemeinsam Gesundheitsförderung gestalten.

 

Welche Werte meinen wir damit?

Offenheit
Gesundheit ist ein Menschenrecht. Gesundheitsförderung richtet sich daher an alle Menschen. Vielfalt ist für uns kein Zusatz, sondern Voraussetzung für gesundheitliche Chancengerechtigkeit. Unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven bereichern unsere Arbeit und helfen dabei, Gesundheitsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Transparenz
Unsere Entscheidungen und Empfehlungen orientieren sich an wissenschaftlicher Evidenz und fachlicher Qualität. Transparenz schafft Vertrauen, ermöglicht nachvollziehbare Entscheidungen und bildet die Grundlage für wirksame Gesundheitsförderung.

Demokratie
Gesundheitsförderung lebt von Beteiligung, Mitbestimmung und gegenseitigem Respekt. Demokratie ermöglicht es Menschen, ihre Lebensbedingungen aktiv mitzugestalten, und stärkt damit zugleich Gesundheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz


Demokratie und Gesundheit gehören zusammen

Demokratische Gesellschaften schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Menschen ihre Lebenswelten aktiv mitgestalten können. Beteiligung stärkt Selbstwirksamkeit, reduziert gesundheitliche und soziale Ungleichheiten und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Gesundheitsförderung trägt ihrerseits dazu bei, Teilhabe zu ermöglichen, Vertrauen in öffentliche Institutionen zu stärken und gesellschaftliche Resilienz aufzubauen. Demokratie und Gesundheit stehen deshalb in einer engen Wechselwirkung – sie stärken sich gegenseitig.

Health in All Policies
Die enge Verknüpfung von Demokratie und Gesundheitsförderung bietet zudem ein tragfähiges Fundament, um den internationalen „Health in All Policies“-Ansatz (Gesundheit in allen Politikbereichen) in der Praxis zu stärken. Da Gesundheit maßgeblich durch die gesellschaftlichen Bedingungen geprägt wird, unter denen Menschen leben, arbeiten und sich beteiligen, darf sie kein reines Thema des Gesundheitssystems sein. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein demokratisches Grundverständnis, das auf Transparenz, Mitbestimmung und gegenseitigem Respekt basiert, erleichtert die dafür notwendige ressortübergreifende Zusammenarbeit


Wir fangen bei uns selbst an: Demokratische Kulturentwicklung im Bundesinstitut

Die Initiative wird durch konkrete Maßnahmen mit Leben gefüllt. Ein zentraler Baustein ist das Projekt „Demokratische Kulturentwicklung im BIÖG“, das am 1. Juni 2026 gestartet ist. Mit diesem Projekt entwickelt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit seine demokratische Behördenkultur konsequent weiter. Im Mittelpunkt steht dabei ein demokratiepositiver Ansatz: Nicht allein die Abwehr extremistischer Einflüsse steht im Vordergrund, sondern die aktive Förderung einer offenen, lernenden und resilienten Organisationskultur.

Das Projekt verfolgt fünf zentrale Handlungsfelder:

  • Leitbild und Werte: Weiterentwicklung des Leitbildes mit Fokus auf Demokratie, Menschenrechte, Vielfalt und Chancengerechtigkeit.
  • Kompetenzaufbau: Fortbildungen und E-Learning-Angebote zu demokratischer Haltung, wissenschaftsbasierter Kommunikation und dem Umgang mit Desinformation.
  • Interne Strukturen: Stärkung von Beteiligungsmöglichkeiten, transparenten Meldewegen und unterstützenden Beratungsangeboten.
  • Kommunikation und Vernetzung: Entwicklung evidenzbasierter Kommunikationsstrategien sowie Ausbau der Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen.
  • Medien und Materialien: Praxisnahe Leitfäden und Arbeitshilfen für Veranstaltungen, Social Media und die tägliche Facharbeit.

So schaffen wir die Grundlage für eine starke, resiliente und zukunftsfähige Behördenkultur und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu einer offenen, demokratischen Gesundheitsförderung.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hilft unter anderem bei Spiel- und Tabaksucht. Hier mehr erfahren!

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