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Jugendliche bewerten ihre Umgebung: Neues Feedback-Format soll Jugendbeteiligung in Kommunen verbessern

Der neue Umgebungs-Check macht junge Perspektiven für Kommunen sichtbarer

Köln, 10. September 2026. Wie fahrradfreundlich ist die Umgebung? Gibt es gute Orte zum Spielen, Entspannen und Sportmachen? Und fühlt sich der Heimweg sicher an? Mit dem neuen Umgebungs-Check können Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren bewerten, wie sie ihr Lebensumfeld erleben. 16 Fragen mit einer Punkteskala von 1 bis 5 helfen dabei, unterschiedliche Aspekte sichtbar zu machen und Gespräche anzustoßen. Einsetzen lässt sich der Umgebungs-Check beispielsweise in Jugendgruppen, Schulklassen oder Wohnvierteln. Er ergänzt das StadtRaumMonitor-Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und soll Kommunen helfen, die Perspektiven Jugendlicher noch besser in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. 

Der Blick auf das Lebensumfeld ist auch aus gesundheitlicher Sicht wichtig: Wie gesund junge Menschen aufwachsen, entscheidet sich nicht nur durch ihr eigenes Verhalten. Auch Schulen, Sportanlagen, Parks oder öffentliche Plätze prägen als Teil ihres Umfelds ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Gesundheitsförderung setzt deshalb auch dort an – bei der sogenannten Verhältnisprävention: Sie schafft gute Bedingungen, senkt Risiken und trägt dazu bei, gesundheitliche Chancen gerechter zu verteilen.

Im Mittelpunkt des Umgebungs-Checks stehen Themen aus dem Alltag junger Menschen, wie Mobilität, Treffpunkte, Freizeitangebote, Sicherheit oder Mitbestimmung. An der Entwicklung des Umgebungs-Checks haben Jugendliche des Jugendhaus Treffer in Köln mitgewirkt und das Tool anschließend in einer Praxisphase erprobt. Der Umgebungs-Check wurde im Rahmen des EU-Projektes „Make Place Standard Tool 4Youth Work“ (PST4Youth) entwickelt und von Erasmus+ Jugend sowie dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit finanziert. Das Projekt wird von transfer e.V. koordiniert.

Im diesjährigen StadtRaumMonitor-Vernetzungstreffen am 21.09.2026 wird die Jugendversion ausführlich vorgestellt und aus der praktischen Erprobung berichtet. Die interessierte Fachöffentlichkeit ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung unter: www.stadtraummonitor.bioeg.de/veranstaltungen/

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Junge Menschen wissen selbst am besten, was ihnen in ihrem Alltag guttut und wo es Verbesserungen braucht. Mit dem Umgebungs-Check geben wir ihnen eine einfache Möglichkeit, ihre Sicht einzubringen und Veränderungen mitzugestalten. So können Jugendliche und Kommunen gemeinsam überlegen, was junge Menschen brauchen, um gut und gesund aufzuwachsen.“ 

Weitere Informationen zum Umgebungs-Check und StadtRaumMonitor
Der Umgebungs-Check ist ab sofort kostenlos verfügbar unter www.stadtraummonitor.bioeg.de/mediathek/.
Weiterführende Informationen zum Umgebungs-Check des BIÖG finden Sie unter www.stadtraummonitor.bioeg.de

Der „StadtRaumMonitor“ basiert auf dem schottischen „Place Standard Tool“ und wurde 2019 vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in Kooperation mit dem Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen und dem Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg in Deutschland eingeführt.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de


Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hilft unter anderem bei Spiel- und Tabaksucht. Hier mehr erfahren!

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