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Infektionsschutz

Schutzimpfungen gehören zu den wirksamsten und sichersten Maßnahmen, um Infektionskrankheiten zu verhindern. Auch die Befolgung einfacher Hygieneregeln trägt einen erheblichen Teil dazu bei.

Warum Impfen für den Infektionsschutz wichtig bleibt

Viele Erkrankungen, die früher häufig und mit schweren Verläufen auftraten, konnten durch Impfungen in der Vergangenheit stark eingedämmt werden. Damit das so bleibt, ist es wichtig, bestehende Impflücken zu schließen – bei sich selbst, in der Familie und im beruflichen Umfeld.

Schutzimpfungen schützen nicht nur Einzelne, sondern ganze Gemeinschaften. Je mehr Menschen geimpft sind, desto schwerer können sich Krankheitserreger verbreiten. Dieser Gemeinschaftsschutz – auch Herdenimmunität genannt – kann besonders jene vor einem schweren Verlauf schützen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst geimpft werden können, etwa Neugeborene oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) setzt sich dafür ein, Kenntnisse über den Nutzen von Impfungen in der Bevölkerung zu stärken und die Impfbereitschaft zu fördern. Ziel ist, dass alle Menschen in Deutschland verlässliche Informationen zu von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen erhalten – ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, ob in der Familie oder am Arbeitsplatz.

Kampagnen zum Impfschutz

Um Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe für wichtige Impfungen zu sensibilisieren und an die Rolle der Hygiene beim Infektionsschutz zu erinnern, führt das BIÖG gezielte Mehrebenenkampagnen durch. So ruft das Institut gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut  in der kalten Jahreszeit ältere Menschen und Risikogruppen mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ zum rechtzeitigen Impfen gegen saisonale Grippe, COVID-19, Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) und Pneumokokken auf und stellt begleitend Infos und Materialien zu Atemwegserkrankungen bereit.

Hygiene stärkt den Alltagsschutz vor Infektionen

Einfache Hygienemaßnahmen tragen wesentlich dazu bei, sich vor möglichen Infektionen zu schützen. Viele Erreger werden über die Hände weitergegeben: etwa durch Berührung von Türklinken und Haltegriffen im öffentlichen Raum oder beim Händeschütteln. Von dort gelangen beispielsweise Erreger von Atemwegs- und Magen-Darmerkrankungen leicht über Mund, Nase oder Augen in den Körper. Richtiges Händewaschen, Abstand halten, Husten und Niesen in die Armbeuge oder die Verwendung von Einmaltaschentüchern und Mund-Nasen-Schutz – diese alltäglichen Verhaltensweisen schützen uns selbst und andere.

Das BIÖG Institut gibt Hygienetipps und unterstützt u. a. auch öffentliche Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammen kommen, mit zielgruppengerecht aufbereiteten Materialien wie Aufklebern und Plakaten.

Gemeinsam für mehr Gesundheit durch Infektionsschutz

Impfungen und persönliche Hygiene ergänzen sich. Sie schützen wirksam und verhindern nicht nur individuelle Erkrankungen, sondern stärken die Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Jede Impfung, jedes bewusste Hygieneverhalten ist ein Beitrag zu einer solidarischen, gesunden Gesellschaft.

Hände tippen auf einer Laptop-Tastatur
© istock.com/Geber86

Internetangebote

www.infektionsschutz.de
Das BIÖG bietet auf www.infektionsschutz.de umfassende Informationen, praktische Tipps und Materialien – wissenschaftlich geprüft, verständlich erklärt und frei zugänglich. Neben Texten und Infografiken finden sich dort auch Kampagnenmotive, Erklärfilme und interaktive Angebote, die Wissen zu Impfungen und Hygieneverhalten anschaulich vermitteln. Mit den interaktiven Online-Impfchecks können Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks ihre persönlichen Impfempfehlungen abrufen. Besonders hilfreich sind die Steckbriefe zu vielen Infektionskrankheiten und Erregern, die über Symptome, Übertragungswege sowie Schutzmöglichkeiten informieren und in mindestens sechs Sprachen verfügbar sind.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hilft unter anderem bei Spiel- und Tabaksucht. Hier mehr erfahren!

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