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Zum Tag der älteren Menschen: Stürze vermeiden und sicher auf den Beinen bleiben

Köln, 29. September 2026. Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko: Fast jeder Vierte über 65 Jahren stürzt innerhalb eines Jahres mindestens einmal. Bei 13 Prozent sind es sogar mehr als zwei Stürze. Die Folgen können schwer sein und die Selbstständigkeit im Alltag einschränken.

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober 2026 hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) deshalb seine beiden Broschüren „Gleichgewicht und Kraft“ aktualisiert und neu aufgelegt. Sie bieten verständliche Informationen, praktische Tipps und einfache Übungen. So können ältere Menschen selbst etwas dafür tun, sicher auf den Beinen zu bleiben, Stürze und drohende Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Fünf Tipps, um das Risiko für einen Sturz zu minimieren

  1.  Regelmäßiges Training von Kraft und Gleichgewicht
  2.  Wechselwirkung von Medikamenten checken – bestimmte Arzneimittel wie Schlaf- und Beruhigungsmittel können die Muskelkraft senken und das  Gleichgewicht beeinträchtigen.
  3.  Osteoporose-Risiko beachten: Eine gesunde, calciumreiche Ernährung, ausreichende Versorgung mit Vitamin D sowie regelmäßige Bewegung helfen, die  Knochen stabil und gesund zu halten.
  4.  Regelmäßig Augen und Brillengläser überprüfen lassen – eingeschränktes Sehen kann zu Stürzen führen.
  5.  Wohnumfeld sturzsicher gestalten – zum Beispiel durch entsprechende Beleuchtung, Handläufe an Treppen, Antirutschmatte in der Dusche. Boden frei von  losen Teppichen halten.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Stürze haben ganz unterschiedliche Ursachen: Ein loser Teppich, Schwindel, Hörprobleme oder Nebenwirkungen von Medikamenten können das Risiko erhöhen. Auch wenn Kraft, Beweglichkeit oder Gleichgewicht nachlassen, wird man schneller unsicher auf den Beinen. Die gute Nachricht ist: Dagegen lässt sich etwas tun. Wer sich regelmäßig bewegt und Kraft und Gleichgewicht trainiert, bleibt im Alltag sicherer. Auch kleine Dinge helfen. Ich versuche zum Beispiel, möglichst viele Wege zu Fuß zu gehen und Bewegung fest in meinen Alltag einzubauen. Unsere kostenlosen Broschüren zeigen, wie sich das einfach umsetzen lässt.“

Die Broschüre „Gleichgewicht und Kraft – Einführung in die Sturzprävention“ zeigt, wo im Alltag typische Stolperfallen lauern und wie sie sich beseitigen lassen. Mit einfachen Tests lässt sich das persönliche Sturzrisiko einschätzen. Die Broschüre gibt außerdem Tipps zu Hilfsmitteln, Hausnotrufsystemen und digitalen Helfern im Alltag. 

Der zweite Teil „Gleichgewicht und Kraft – Praktische Übungen zur Sturzprävention“ enthält ein einfaches Trainingsprogramm für Gleichgewicht und Kraft. Bilder und kurze Erklärungen zeigen Schritt für Schritt, wie die Übungen funktionieren. Die Übungen lassen sich jederzeit und ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. 

Download der aktualisierten Broschüren unter: 
https://shop.bioeg.de/gleichgewicht-und-kraft-einfuehrung-in-die-sturzpraevention-60582360/
https://shop.bioeg.de/gleichgewicht-und-kraft-praktische-uebungen-zur-sturzpraevention-60582359/ 

Die kostenlosen Printbroschüren sind voraussichtlich ab Dezember 2026 bestellbar.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Informationen im Internet
„Gesund und aktiv älter werden“: www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/bewegung/sturzpraevention/ 

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hilft unter anderem bei Spiel- und Tabaksucht. Hier mehr erfahren!

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