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Studien ab 1997

Titelseite der Studie: Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024

Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024

Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2024

Ergebnisse (barrierefreies PDF-Dokument)


Projekttitel

Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024

Ziele

  • Ermittlung der Entscheidungen und des Wissensstandes der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende,
  • Erhebung der Einstellung und Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende,
  • Ermittlung von anderen Indikatoren, die die Spendebereitschaft beeinflussen

Untersuchungsmethodik

In mehrjährigen Abständen wiederholte deutschlandweite Repräsentativbefragung der 14- bis einschließlich 75-jährigen Bevölkerung

Verfahren der Datenerhebung

Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Auswahlverfahren

Auswahl der befragten Personen über eine Kombination von Festnetz- und Mobilfunkstichprobe (Dual-Frame-Design)

Ausschöpfung

  • 39,7 Prozent (Festnetzstichprobe)
  • 31,3 Prozent (Mobilfunkstichprobe)

Stichprobengröße

4.001 Befragte

Befragungszeitraum

8. April bis 24. Mai 2024

Interviewprogrammierung, Stichprobenziehung, Datenerhebung, Gewichtung

forsa. Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH

Studienplanung, Datenanalyse und Berichterstattung

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Referat T 5, Köln

Autorinnen: Rebecca Zimmering, Dr. Gina Haack (BIÖG); Ute Müller, May-Britt Schumacher (forsa)

Im Zeitraum von April bis Mai 2024 wurde eine Befragung zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zum Thema Organ- und Gewebespende mit 4.001 Befragten im Alter zwischen 14 und 75 Jahren durchgeführt. Nach Paragraph 2 des Transplantationsgesetzes ist die Zielgruppe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Blick auf die Aufklärung zum Thema Organ- und Gewebespende die Allgemeinbevölkerung ab einem Alter von 14 Jahren. Um diese heterogene Zielgruppe repräsentativ abbilden zu können, wurde die große Altersspanne als Basis der Befragten gewählt. Die Befragung wird seit dem Jahr 2010 regelmäßig wiederholt.

Ein zentrales Ergebnis der Befragung ist eine generell positive Einstellung des Großteils der Befragten zum Thema Organ- und Gewebespende. Sowohl die positive Einstellung als auch die Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende sind insgesamt sehr hoch. Die Einstellung zum Thema Organ- und Gewebespende erfasst die grundsätzliche Haltung der Befragten zum Thema Organ- und Gewebespende (passive Akzeptanz) und ist seit 2010 leicht angestiegen: 85 Prozent der Befragten stehen in der aktuellen Untersuchung einer Organ- und Gewebespende eher positiv gegenüber, im Jahr 2010 waren es 79 Prozent. Neben der passiven Akzeptanz wird erfasst, ob die Befragten grundsätzlich bereit wären, Organe oder Gewebe zu spenden (aktive Akzeptanz). Die aktive Akzeptanz ist seit 2010 konstant hoch: Grundsätzlich wären aktuell drei Viertel der Befragten (75 Prozent) bereit, selbst Spenderin oder Spender zu werden (2010: 74 Prozent), 20 Prozent wären damit nicht einverstanden (2010: 18 Prozent).

Trotz dieser überwiegend positiven Haltungen zum Thema Organ- und Gewebespende (85 Prozent) haben nur 62 Prozent der Befragten eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen bzw. nur 45 Prozent ihren Entschluss in einem Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung dokumentiert. 35 Prozent haben bisher keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen, zumeist aufgrund fehlender oder unzureichender Auseinandersetzung mit dem Thema.

Sofern eine Entscheidung getroffen wurde, fällt diese in der Regel zugunsten einer Organ- oder Gewebespende aus (74 Prozent). Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert wurde. Der Wunsch, anderen zu helfen und dem eigenen Tod einen Sinn zu geben, ist das häufigste Motiv für eine Zustimmung zur Organ- und Gewebespende. Deutlich seltener fällt die Entscheidung gegen eine Organ- und Gewebespende aus (14 Prozent). Die meistgenannten Gründe für einen Widerspruch sind die Überzeugung, selbst als Spenderin oder Spender nicht geeignet zu sein sowie Angst vor Missbrauch und mangelndes Vertrauen in das Organspendesystem. Zweifel an der Gerechtigkeit des Organspendesystems in Deutschland sind nicht selten: 24 Prozent aller Befragten haben nicht den Eindruck, dass die Organe und Gewebe gerecht verteilt werden oder sind sich zumindest diesbezüglich nicht sicher (19 Prozent).

Ein weiterer Schwerpunkt der Befragung war die Erhebung des objektiven Wissensstandes zum Thema Organ- und Gewebespende. Knapp zwei Fünftel der Befragten (39 Prozent) können insgesamt als gut informiert eingestuft werden, während 57 Prozent nur mäßig und 4 Prozent schlecht über das Thema Organ- und Gewebespende informiert sind. Der Wissensstand ist höher bei Fragen zur Regelung und zu den medizinischen Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende (Wissensdimension „Spende“) als bei Fragen, die sich auf die Entscheidung zur Organ- und Gewebespende und ihre Dokumentation beziehen (Wissensdimension „Entscheidung“). Der Anteil derjenigen, die insgesamt als gut informiert betrachtet werden können, nimmt mit steigendem Bildungsniveau zu. In der jüngsten Altersgruppe der 14- bis 25-Jährigen ist der Anteil der insgesamt gut Informierten im betrachteten Zeitraum von 2016 bis 2024 signifikant von 32 auf 45 Prozent gestiegen.

Im März 2024 hat das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende (Organspende-Register) seinen Betrieb aufgenommen. Dies ist fast einem Drittel (31 Prozent) der Befragten bekannt. Ebenso viele äußern, ganz sicher die Absicht zu haben, ihre Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende in das Organspende-Register einzutragen.

Die BZgA verfolgt das Ziel, die Bevölkerung in Deutschland über das Thema Organ- und Gewebespende zu informieren und zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen. Eine zentrale Rolle bei der Information und Aufklärung über das Thema können Hausärztinnen und Hausärzte spielen. Dass Patientinnen und Patienten seit März 2022 einen Anspruch auf ein Informations- und Beratungsgespräch zum Thema in ihrer Hausarztpraxis haben, weiß aber nur eine Minderheit der Befragten (25 Prozent). Bislang haben 6 Prozent dieses Angebot in Anspruch genommen.

Jeweils gut ein Viertel der Befragten hat in den letzten sechs Monaten Plakate (29 Prozent), Anzeigen in Zeitungen oder Illustrierten (27 Prozent), Broschüren oder Flyer (27 Prozent) sowie Informationen im Internet (25 Prozent) zum Thema Organ- und Gewebespende wahrgenommen. Die am häufigsten genutzte Webseite zum Thema Organ- und Gewebespende ist www.organspende-info.de, die von 10 Prozent der Befragten schon einmal besucht wurde. Das Infotelefon Organspende ist zwar nur 7 Prozent der Befragten bekannt, gleichwohl findet eine deutliche Mehrheit (88 Prozent) es wichtig, dass es ein solches Angebot gibt.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hilft unter anderem bei Spiel- und Tabaksucht. Hier mehr erfahren!

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