WEBVTT


00:00:00.160 --> 00:00:03.400
Ecstasy ist 
ein Aufputschmittel, das meist 

00:00:03.600 --> 00:00:05.200
in Form von 
Pillen konsumiert wird. 

00:00:05.720 --> 00:00:08.360
Die euphorisierende Wirkung 
wird in der Regel genutzt, 

00:00:08.560 --> 00:00:09.920
um ausgelassen zu feiern. 

00:00:11.600 --> 00:00:14.200
Aber was passiert 
dabei im Gehirn? 

00:00:14.440 --> 00:00:17.320
Kann der Konsum von Ecstasy 
Schäden im Gehirn verursachen? 

00:00:20.320 --> 00:00:24.720
Der Wirkstoff in Ecstasy heißt 
Methylendioxymethylamphetamin 

00:00:24.920 --> 00:00:26.800
oder kurz MDMA. 

00:00:27.680 --> 00:00:29.960
MDMA löst im 
Gehirn die Ausschüttung des 

00:00:30.160 --> 00:00:32.560
des Botenstoffes Serotonin aus. 

00:00:33.520 --> 00:00:35.960
Serotonin reguliert eine Reihe 
von Funktionen, 

00:00:36.160 --> 00:00:37.960
unter anderem die Stimmung. 

00:00:38.480 --> 00:00:40.640
Daher wird es auch 
das Glückshormon genannt. 

00:00:41.760 --> 00:00:44.560
Normalerweise wird das 
freigesetzte Serotonin 

00:00:44.760 --> 00:00:47.320
unmittelbar wieder von 
der Nervenzelle aufgenommen. 

00:00:48.080 --> 00:00:50.840
MDMA blockiert jedoch die 
Wiederaufnahme das Serotonins. 

00:00:51.840 --> 00:00:54.800
Durch Ecstasy ist also 
besonders viel Serotonin 

00:00:55.000 --> 00:00:56.560
besonders lange verfügbar. 

00:00:56.760 --> 00:01:01.040
Das Ergebnis: Euphorie, 
Empathie, Entspannung. 

00:01:03.520 --> 00:01:06.320
Bei häufigem Konsum von Ecstasy 
kommt es aber schnell zu 

00:01:06.520 --> 00:01:07.560
einer Toleranz-Entwicklung. 

00:01:11.840 --> 00:01:14.320
Der Organismus braucht dann 
mehr Wirkstoff, um den 

00:01:14.520 --> 00:01:15.800
gewünschten Effekt zu erzielen. 

00:01:18.640 --> 00:01:21.000
Wird Ecstasy oft oder in 
hohen Dosen konsumiert, 

00:01:21.200 --> 00:01:24.080
besteht jedoch die Gefahr, dass 
die Nervenenden geschädigt werden. 

00:01:25.520 --> 00:01:27.360
Dadurch reduziert sich 
langfristig 

00:01:27.560 --> 00:01:28.680
die Serotonin-Ausschüttung. 

00:01:30.640 --> 00:01:32.760
Die Folge ist 
eine gestörte Signalübertragung 

00:01:32.960 --> 00:01:34.320
zwischen den Nervenzellen. 

00:01:36.400 --> 00:01:38.480
Im Alltag zeigt sich 
das vor allem durch 

00:01:38.680 --> 00:01:40.240
eine 
schlechtere Gedächtnisleistung. 

00:01:42.080 --> 00:01:44.440
In einer Studie konnten sich 
Ecstasy-Konsumierende 

00:01:44.640 --> 00:01:47.600
beispielsweise Einkaufslisten 
wesentlich schlechter merken. 

00:01:48.160 --> 00:01:50.520
Beim Erreichen des Geschäftes 
hatten sie ein Viertel mehr 

00:01:50.720 --> 00:01:52.360
Dinge vergessen als die 
Probanden in 

00:01:52.560 --> 00:01:53.240
der Kontrollgruppe. 

00:01:54.440 --> 00:01:57.760
Die Studie zeigte auch, je mehr 
Ecstasy konsumiert wird, 

00:01:57.960 --> 00:01:59.800
desto stärker 
ist die Gedächtnis-Störung. 

00:02:02.080 --> 00:02:05.680
Ob tatsächlich der Wirkstoff 
MDMA allein die Gedächtnis- 

00:02:05.880 --> 00:02:08.440
Störung auslöst, kann nicht 
eindeutig bewiesen werden. 

00:02:09.360 --> 00:02:12.320
Denn egal ob Pillen oder 
Pulver: Der Wirkstoffgehalt 

00:02:12.520 --> 00:02:16.240
kann stark schwanken und 
mitunter sind neben MDMA noch 

00:02:16.440 --> 00:02:18.680
andere Substanzen 
in Ecstasy enthalten. 

00:02:19.720 --> 00:02:21.960
Doch die meisten Studien weisen 
in die gleiche Richtung. 

00:02:23.080 --> 00:02:26.200
Der häufige Konsum von Ecstasy 
ist mit dem Risiko verbunden, 

00:02:26.400 --> 00:02:27.440
das Gehirn zu schädigen. 

00:02:28.400 --> 00:02:30.800
Dies gilt besonders beim 
Konsum hoher Dosen. 

00:02:31.880 --> 00:02:35.480
Mehr Informationen zu Wirkungen 
und Risiken von Ecstasy findest du 

00:02:35.680 --> 00:02:36.440
auf drugcom.de 

